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I. Station Pilatus wäscht seine Hände Die Kirche muss in ihrer Verkündgung und in ihrem Wirken unter allen Verhältnissen für die Würde, das Recht und die Freiheit des Menschen eintreten.
Bischof Franz Hengsbach, 4. Oktober 1981
II. Station Jesus nimmt sein Kreuz auf sich Jede Arbeit, ob körperlich oder geistig ist unvermeidlich mit Mühe verbunden. Diese mit der Arbeit verbundene Mühsal kennzeichnet den Weg des menschlichen Lebens auf Erden und stellt eine Ankündigung des Todes dar.
III. Station Erster Fall Arbeitslosigkeit verletzt fast immer die Würde dessen, den sie trifft, und droht sein Leben aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Weltkatechismus
IV. Station Jesus begegnet seiner Mutter Die Lebenskraft des Ruhrgebietes ist die Solidarität ... Bei aller geforderten Sachgerechtigkeit muß stets die Achtung vor der unantastbaren Würde des Menschen bestimmend sein, sondern auch ihrer Familien, nicht nur der Menschen von heute, sondern der kommenden Generationen.
Papst Johannes Paul II., 2. Mai 1987, Bergwerk Prosper-Haniel
V. Station Simon von Creyne Solidarität - das ist für die Bevölkerung des Ruhrgebiets kein Fremdwort! Verantwortung füreinander und Verantwortung vor Gott ist hier durchaus noch gelebte und bewährte Wirklichkeit.
Papst Johannes Paul II., 2. Mai 1987, Bergwerk Prosper-Haniel
VI. Station Veronika hält das Schweißtuch Wir müssen nicht das Außergewöhnliche tun, aber das Gewöhnliche müssen wir außergewöhnlich tun.
Bischof Franz Hengsbach.
Es muss da jemand hoch, da das Schild beschädigt ist.
VII. Station Zweiter Fall Unverschuldete Arbeitslosigkeit wird zum gesellschaftlichen Skandal, wenn die zur Verfügung stehende Arbeit nicht gerecht verteilt und der Ertragder arbeit nicht dazu verwandt wird, neue Arbeit für moglichst alle zu schaffen.
Papst Johannes Paul II., 2. Mai 1987, Bergwerk Prosper-Haniel
VIII. Station Weinende Frauen Der Christ darf sich nicht gleichgültig verhalten gegenüber Zuständen im natürlichen Leben.
Nikolaus Groß. Bergmann. Opfer des Nationalsozialismus
IX. Station Dritter Fall Technischer Fortschritt und Umstrukturierung dürfen nicht auf dem Rücken der Menschen durchgeführt werden. Nicht der Mensch ist für die Wirtschaft da, die Wirtschaft ist für den Menschen da.
Bischof Franz Hengsbach. 1987
X. Staion Beraubung der Kleidung Der Mensch ist mehr wert durch das, was er ist, als durch das was er hat.
II. Vatikanisches Konzil. 1965. Die Kirche in der Welt von heute.
XI. Station Annagelung Unser Glaube aber ist stark, die Hoffnung groß und hoffentlich die Liebe so brennend heiß, daß sie Berge versetzen kann.
Gottfried Könzgen, Arbeitersekretär, Opfer der Nationalsozialisten.
XII. Station Kreuzigung Wer zu diesem Kreuz aufblickt ist in seinem Leiden, in seiner Not, in seinen Ängsten nicht allein. Wer zu diesem Kreuz aufblickt, darf mit seinem Kreuz zu dem gehen, der selbst das Kreuz des Lebens kennengelernt hat.
Bischof Hubert Luthe - bei der Errichtung dieses Kreuzes, 17. 04. 1992.
XIII. Station Beweinung Das einzige, was ich in meinem Leben für meine Familie noch tun kann, ist die Treue in den alltäglichen Dingen.
Eine Mutter aus unserer Zeit.
XIV. Station Grablegung Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
Bonhoeffer, evgl. Theologe, Opfer der Nationalsozialisten
XV. Station Auferstehung ... und er hat sein helles Licht bei der Nacht ... aus einem alten Bergmannslied Haltet das Licht des Lebens, das Licht Eures Glaubens, fest in Herz und Hand! Dann braucht ihr um das Morgen nicht zu bangen. Gott segne Euch! Glückauf!
Papst Johannes Paul II., 2. Mai 1987, Bergwerk Prosper-Haniel
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